Leben – Alltagstrott oder Abenteuer?


Bloggerin: Vanessa


Was bedeutet es eigentlich zu leben? Was gibt dem Leben die nötige Würze? Besteht das Leben daraus, dass wir morgens zur Arbeit fahren, abends erschöpft heimkehren und die restliche Zeit mit sinnlosen Fernsehsendungen verbringen? Ich weiss nicht, ob es an der Jahreszeit liegt, an dem vielen Grau draussen oder daran, dass schon wieder ein neues Jahr vor der Tür steht, dass mir gerade jetzt solche Fragen durch den Kopf gehen.

Jedenfalls: Hilfe, nein! Das Leben ist viel mehr, als Pflichten zu erledigen und sich hie und da mit Schönem zu umgeben. Dieser Gedanke lässt mich aufatmen und hoffen, mehr noch: träumen. Leben ist eine Frage der inneren Einstellung ; die Lebenseinstellung eben. Leben bedeutet, zu fühlen und dies auch zu akzeptieren. Egal, ob es sich gut anfühlt oder nicht. Seit ich das akzeptiere, erfahre ich mein Leben vermehrt als einziges Abenteuer.  

Häufig ist es doch so, dass wir uns mit Altbekanntem umgeben. Wir tun das, was wir können und was wir kennen. Wir haben seit Jahren den gleichen Freundeskreis, ohne uns  zu überlegen, ob alle diese Freunde denn noch zu uns passen. Bitte versteht mich nicht falsch: Freunde sind wunderbar. Doch manchmal ist es auch die Bequemlichkeit, die uns davon abhält, neue Leute kennenzulernen. Dasselbe gilt für den Beruf oder die Freizeit. Ständig werden wir davon abgehalten zu tun, was wir wirklich wollen. Sei es durch Freunde, Familie, Bekannte oder durch uns selbst – aus Angst und weil wir zu wenig Vertrauen haben.  Ja, auch ich liess mich oft von der Meinung anderer beeinflussen, die glaubten, zu wissen, was für mich das Richtige sei. Dabei habe ich mich belogen und mich nach und nach selbst verloren.

Okay, jetzt wisst ihr, wie es nicht laufen sollte. Aber wie können wir  nun unsere Wünsche verwirklichen?  Hierfür braucht es 3 starke Zutaten, und zwar Mut, Geduld und Vertrauen. Bei Mut spreche ich nicht vom Bungee Jumping, das können alltägliche Dinge sein, wie fremde Leute ansprechen oder sich endlich für den Sprachkurs anmelden, den man schon lange vor sich herschiebt. Ebenso braucht es Geduld. Viele Träume lassen sich nicht von heute auf morgen verwirklichen und müssen in Teilschritte eingeteilt werden. Wenn es um meine Träume geht, bin ich zu ungeduldig, ich möchte (fast) alles ausprobieren und das am liebsten heute statt morgen. Doch wie sagt man: Geduld bringt Rosen. Vertrauen ist auch wichtig. Wir müssen darauf vertrauen, dass das Leben einem auch Chancen bietet und wir diese nutzen sollen. Dazu ein Tipp aus eigener Erfahrung: Umgebt euch mit Leuten, die an euch glauben. Das macht den Sprung ins neue, selbstbestimmte Leben einfacher.

Wieso also nicht mal etwas Neues, Verrücktes ausprobieren? So wie letztens: Ich wagte mich allein auf eine Achterbahn, bei der ich früher lieber gestorben wäre, als nur schon in ihre Nähe zu kommen. Ja, anfangs war ich gelähmt vor Angst, klammerte mich fest und während der ersten Minute auf der Bahn fragte ich mich, was zur Hölle ich hier eigentlich tue?!
Aber dann geschah etwas Unglaubliches: Nach und nach realisierte ich, dass mir nichts passieren kann, ich spüre wie das Adrenalin meinen Körper durchströmte und begann zu schreien – nein, nicht aus Panik, sondern aus purer Freude. Ich fühlte mich, als könne ich fliegen, ich fühlte mich frei. Das wahre Leben stelle ich mir ganz ähnlich vor: wie eine Achterbahn, die darauf wartet, dass wir aufspringen und trotz Angst die Fahrt geniessen können.
 

Für die Verwirklichung meiner Wünsche habe ich mir übrigens eine Collage angefertigt. Das hilft, sich seiner Wünsche und Träume überhaupt bewusst zu werden. Doch aufschreiben erinnert mich zu sehr an eine To-do-Liste. Das hat schon wieder diesen Pflichtcharakter. Nein danke. Lieber ansprechende Bilder ausschneiden und auf ein A2-Papier kleben. Das sieht nicht nur cool aus, das Betrachten der Bilder bringt mich auch immer wieder zum Lächeln, da es lauter Dinge sind, die ich gerne machte oder gerne mal machen würde.

Also, lebt euer Leben – das wahre Leben auf der Achterbahn. Ihr entscheidet, ob ihr Angst habt oder ob ihr die Fahrt geniesst!
 
19. Dezember 2016 Selbstbestimmt 0
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