Bananenschachteln öffnen neue Türen


Bloggerin: Vanessa 
 

Ich hoffe, euch geht’s gut und ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht? Könnt ihr es ruhig nehmen, oder habt ihr vielleicht Umzugspläne für 2015? Dann kann ich nur sagen: Packt es an!

Ich selbst bin vor anderthalb Jahren umgezogen. Zusammen mit einer Freundin konnte ich mir den Traum einer gemeinsamen, gemütlichen und farbenfrohen Mädels-WG erfüllen. Dies hatten wir bereits während der Lehre beschlossen, und im 2013 war es soweit. Oh, war diese Zeit aufregend! Angefangen bei der unermüdlichen Wohnungssuche über das Ausmisten alter Sachen bis zum Packen von unzähligen Bananenschachteln – euren Fitnessvorsatz könnt ihr während der Umzugszeit also voll integrieren.




Den Moment, als wir dann erstmals in (unserer) Wohnung standen, werde ich meines Lebens nicht vergessen: Hey, dies ist ein Neustart, jetzt beginnt ein neuer Abschnitt im Leben! Wie sehr ich mich darauf freute! Von nun an, konnten wir selbst bestimmen, was wir wann tun wollen. Beispielsweise einkaufen und kochen, was uns «gluschtig und luschtig» macht oder uns die Nächte mit Krimis um die Ohren schlagen. (Nebenbei: Kennt ihr die schwedische Krimiserie Wallander? Warnung: hohes Suchtpotenzial!)

Klar, so ein Umzug ist dennoch kein Zuckerschlecken. Ich hätte nie gedacht, dass der administrative Aufwand dermassen gross ist. Adressänderung und Anmeldung bei der Gemeinde, Arztwechsel und und und. Ein ganz schöner «Bürokratiekrampf» halt.

Auch das Eingewöhnen in der neuen Umgebung hatte ich mir ehrlich gestanden einfacher vorgestellt. Vorher lebte ich alleine in einem anderen Kanton. Ich hatte die naive Illusion, dass ich mir innerhalb weniger Monate ein neues Umfeld aufbauen könnte; sei es mit dem Finden von Hobbys, sei es über das Mitmachen in Vereinen. Nicht zu vergessen das alltägliche soziale Umfeld. Findet man wahre Freunde auf der Strasse? Natürlich nicht. Es folgte eine Zeit der Einsamkeit, denn mir fehlte die Zugehörigkeit. Doch mit der Zeit rutschte ich in neue Projekte (avanti donne-Blog ;-)...) und am 1.1. glücklich ins 2015.

Mein Fazit: Auch wenn das Schachteln-Schleppen und der administrative Aufwand sehr energieraubend waren, hat es sich gelohnt, diesen Schritt in die Ungewissheit und Unabhängigkeit zu wagen. Denn es öffnen sich buchstäblich neue Türen, besonders dann, wenn man so wie ich nicht alleine wohnt. In köstlicher Unterhaltung kann zu zweit sämtlicher Haushalt geschmissen werden. Ebenfalls als wertvoll empfinde ich, dass jemand zu Hause ist, der ein offenes Ohr für mich hat.
 
 
 
 
11. Januar 2015 Selbstbestimmt 2
Kommentar
Sonia Kern
Da bekommt frau ja richtig Lust zum Zügeln!
18.01.2015 13:12:44

Dominique / Oceana
Liebe Vanessa

Vielen Dank für diesen Blog, der hoffentlich vielen, vielen anderen den Mut geben wird, sich in die eigenen vier Wände zu "wagen". Weiter so und einen lieben Gruss an deine WG-Mitbewohnerin :-)
11.01.2015 15:33:38

 
 
 
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