Alles ist möglich – auch im Sport

Bloggerin: Sandra

Sport ist nicht nur körperlich gesund, Sport gibt uns auch eine Art von Selbstsicherheit und Stärke – das Gefühl, dass alles möglich ist und wir stark sind, obwohl wir uns manchmal schwach fühlen. Das Angebot an Möglichkeiten ist so gross, dass für jede von uns etwas dabei ist. Wir müssen nur zuerst herausfinden, was uns anspricht und zu unseren persönlichen körperlichen Möglichkeiten passt. Dazu holen wir uns im Internet oder bei sporttreibenden Kolleginnen und Kollegen Informationen und Feedbacks und klären auch gleich ab, wo es Schnupper-Lektionen gibt. Dann kann es losgehen. 

Es gibt die Fitnesstypen Indoor oder Outdoor. Indoor umfasst alles rund um die Bewegung, die in einer Halle oder im Fitness-Studio ausgeführt wird. Zu Outdoor gehört alles, was draussen stattfindet – Laufen, Spazieren, Wandern und Klettern....

Für jene von uns, die Teamsport mögen und nicht in einem allgemeinen Sportverein mitmachen wollen oder können, gibt es in der ganzen Schweiz Teams, wo wir Anschluss finden, von Rollstuhl- Basketball bis zum Fechten für Blinde.

Andere wiederum ziehen eine Einzelsportart vor. Wie bei den Teams gibt es auch hier regelmässig Wettkämpfel. In Interlaken zum Beispiel, meinem Wohnort, wird seit 4 Jahren am Tag vor dem Jungfrau-Marathon, der durch die schöne Bergwelt führt, der Para-Race durchgeführt (siehe Foto). Da können sich Menschen mit Behinderung im Handbike oder auf der offenen 200 m Renn- und Lauf-Strecke messen, sei es zu Fuss, im Lauf- oder Spazierschritt oder mit Nordic Walking-Stöcken. Dieser Anlass ist somit zu einem weiteren Schritt Richtung Integration geworden.

 

Wer sich nicht so wohl fühlt mit den harten Sportarten, kann sich auch was Ruhigeres wie Pilates, Yoga oder Tanzen aussuchen. Ein Besuch im Fitness-Studio – unmöglich? Muss nicht unbedingt sein. Man kann testen, ob die Betreiber gewillt sind, Menschen mit Behinderung aufzunehmen und die Räumlichkeiten auf Rollstuhlgängigkeit prüfen. 
Ja, man hat auch schon gelesen, dass Fitness-Betreiber Menschen mit Behinderung abgewiewsen haben, was natürlich abschreckt. Doch das Gespräch suchen und checken, was möglich ist, kann schon der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Gerade negative Geschichten sollen Mut machen und ein Ansporn sein, die Integration noch mehr zu fördern und zu fordern. Menschen mit Behinderung soll nichts verwehrt oder verboten werden. Sie haben die gleichen Rechte wie Menschen ohne Behinderung, und diese Rechte gilt es durchzusetzen.

Apropos sich durchsetzen und wehren: Wie wär's mit einem Wen-Do-Kurs? Wen-do heisst «Weg der Frau» und ist eine Selbstverteidigungsmethode, die von Frauen speziell für Frauen und Mädchen entwickelt wurde. Frauen mit Behinderung wird dort gezeigt, dass sie durchaus fähig sind, sich gegen Gewalt zu wehren, ob sie nun im Rollstuhl sitzen oder eine sonstige Gehschwierigkeit haben.
 
Zum Schluss noch ein Tipp für Abenteuerlustige: Wer hat schon mal von einem Gleitschirm-Flug geträumt ? Auch das ist möglich für Menschen mit Behinderung. Mit einem ausgebildeten und geübten Guide  die Aussicht in einer sonst unerreichbaren Höhe geniessen und von oben herab schauen und das Nichts unter den Füssen zu erleben, ist unvergessliche, tolle Erfahrung!


21. September 2014 Selbstbestimmt 0
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