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Gleichstellungsbericht Frauen mit Behinderungen in der Schweiz

24.211.6 1.3 16.2 3.3 5.8 0 5 10 15 20 25 30 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 88.5 % Frauen mit Behinderungen Invaliditätsleistungen Menschen mit Behinderungen 2010, Wohnbevölkerung 16 bis 64 Jahre, in einem privaten Haushalt lebend Männer mit Behinderungen Beschäftigungsgrad von Menschen mit und ohne Behinderungen 2011, Wohnbevölkerung 16 bis 64 Jahre, in einem privaten Haushalt lebend Männer ohne Behinderungen Frauen ohne Behinderungen Männer mit Behinderungen Frauen mit Behinderungen Vollzeit (90 – 100 %) Teilzeit 50 – 89 % Teilzeit < 50% davon: mit Hilflosen- unterstützung davon: mit Leistungen aus der 2./3. Säule 8 3.5 41.4 36.2 22.4 7.919.073.1 32.4 38.2 29.4 % Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Anteil am Arbeitsmarkt (oben) und bei den Invaliditätsleistungen. (Quelle: BfS) 14 und stärker von Invalidität betroffen gewesen wären, sondern grösstenteils, weil die geltende Rechtsordnung männliche Versicherte privilegiert. Handlungsbedarf bei der IV belegten die Autorin­ nen insbesondere in folgenden Bereichen: • bei der Bewertung der Haus- und Familien­arbeit; • bei der Benachteiligung von Leistungs­bezügerinnen, die nicht oder teilzeitlich erwerbstätig sind; • bei der Finanzierung von Eingliederungs- und Umschulungsmass­nahmen für Frauen. Die ungleiche und ­unzeitgemässe Behandlung von Frauen und Männern in der Invalidenversicherung wird besonders gut sichtbar im Umgang mit wer- denden Eltern. Wenn eine IV-Rentnerin ein Kind be- kommt, wird eine Herabsetzung der Rente geprüft, nicht aber, wenn ein IV-Rentner Vater wird. Dass das Kind sich auf seine Lebenssituation auswir- ken könnte und er als Vater seine Erwerbstätigkeit eventuell reduziert, wird bei IV-Rentnern nicht in Betracht gezogen, bemängelten die Autorinnen. NOCH KNAPPERES GELD – NOCH UNGLEICHER VERTEILT? Obwohl eine Gleichstellungsre- vision des IVG (analog zur AHV) sich nach Ansicht von Baumann und Lauterburg schon damals aufdrängte, hat sich bis heute nicht viel geändert. (Vgl. In- terview mit Katerina Baumann auf Seite 15.) Im Gegenteil, das knappe Geld ist seither noch knapper geworden, und es ist zu befürchten, dass die im Zug der 6. IVG-Revision beschlossenen Sparmassnahmen mehrheitlich zulasten von Frauen gehen werden. So sind seit Inkrafttreten der IVG-Revision 6a Versicherte mit bestimmten psychosomatischen Krankheitsbildern nicht mehr «Den materiellen ­Ressourcen kommt eine besonders grosse Bedeutung zu – auch als Medium der ­Kompensation.» EBGB THEMENDOSSIER FRAUEN VORAUSSETZUNGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN

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